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Der Verband

Wichtiges Signal gegen Kinderarmut

„Armut hat ein Kindergesicht und ist für 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche
ein ständiger Begleiter. Armut grenzt aus, Armut macht krank und vermindert
Teilhabechancen“, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des
Zukunftsforum Familie e.V. und Sprecherin des Bündnisses. Die Bundesländer
hätten den dringenden Handlungsbedarf erkannt. „Der heutige Beschluss der
ASMK ist daher ein notwendiges Signal für alle Familien, Kinder und
Jugendlichen, denn eine Kindergrundsicherung ist langfristig der beste Weg,
um Armut und verminderte Teilhabechancen zu verhindern. Wir hoffen sehr,
dass dieses Signal auch auf Bundesebene und insbesondere von einer
künftigen Bundesregierung erkannt wird.“

In ihren Wahlprogrammen sind sich die Parteien bereits einig: Kinderarmut darf
es in einem Land wie Deutschland nicht geben. Auch finden sich konkrete
Übereinstimmungen für ein gemeinsames politisches Handeln. Vorgeschlagen
wird zum Beispiel, Leistungen zusammenzuführen und so das komplizierte
System der Kinder- und Familienförderung zu vereinfachen. „Als einen ersten
Schritt begrüßen wir daher den Vorschlag, das Kindergeld und den Kinderzuschlag
zu einer existenzsichernden Leistung zusammenzuführen und
einkommensabhängig auszubezahlen“, so Heinz Hilgers, Präsident des
Deutschen Kinderschutzbundes und Koordinator des Bündnisses. Diese
Maßnahme würde kurzfristig und zielgerichtet Familien mit geringem
Einkommen helfen und sie vor Armut schützen.

Allerdings fehlen hier weiterhin die dringend notwendigen Verbesserungen im
Bereich der soziokulturellen Teilhabe. „Für uns darf diese neue Leistung daher
nur ein erster Schritt hin zu einer Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro
im Monat sein, die mit steigendem Einkommen sinkt und neben dem sächlichen
Existenzminimum auch den Teilhabebedarf abdeckt“, so Christiane
Reckmann weiter.

Seit 2009 fordert das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG eine Reform der
monetären Kinder- und Familienförderung. Ein entsprechendes Konzept wird
seitdem mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert und ständig
weiterentwickelt. Dem Bündnis Kindergrundsicherung gehören dreizehn
Verbände und zwölf Wissenschaftler/innen an (www.kinderarmut-hatfolgen.
de).

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