X

Login

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Anmelden
Skip to main content


Die Mitglieder

Bündnis fordert ein bezahlbares Sozialticket für Rheinland-Pfalz

„Mobilität für alle!“, das ist die Forderung des gleichnamigen Bündnisses für die Einfüh-rung eines bezahlbaren Sozialtickets in Rheinland-Pfalz. 14 Verbände, Organisationen und Initiativen haben als Bündnispartner heute ihre Umsetzungsvorschläge und Erwar-tungen an die Landesregierung in Mainz vorgestellt.

„Bedürftigen stehen monatlich 27,85 Euro für den Öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung. Mobilität in einem angemessenen Umfang kann man zu diesem Preis nir-gendwo in Rheinland-Pfalz erhalten“, sagt Dietmar Muscheid, Sprecher des Bündnisses und Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz, und nennt zwei Beispiele: „27,85 Euro, das sind gerade einmal fünf Hin- und Rückfahrten mit dem Zug von Worms nach Frankenthal. In Mainz kostet das Sozialticket mehr als 60 Euro. Nicht einmal ein halbes Monatsticket können sich Hartz IV-Empfänger dort vom Regelbedarfsanteil leisten.“

Wer sich das Ticket dennoch kauft, muss das Geld in anderen Bereichen abzweigen. Das Existenzminimum wird also zwangsläufig unterschritten, Mobilität wird verhindert. Die Folge: Menschen mit geringem Einkommen müssen wählen: essen oder Bus fahren. Die Konsequenz ist soziale Isolation – mit entsprechenden gesamtgesellschaftlichen Folge-kosten.


Das Bündnis „Mobilität für alle!“ fordert deshalb die Landesregierung auf, in der laufenden Legislaturperiode eine Lösung für bezahlbare Mobilität in Rheinland-Pfalz zu schaffen. Denn Armutsbekämpfung und Verkehr sind Länderaufgaben.
„Mit bezahlbarer Mobilität für alle könnte das Land einen ganz konkreten, wirksamen Bei-trag zur Bekämpfung von Armut leisten, der die Lebenssituation hunderttausender Men-schen im Land verbessern würde“, sagt Muscheid. „Andere Bundesländer sind uns auf diesem Weg bereits einen Schritt voraus, beispielsweise Nordrhein-Westfalen.“

Lösungen für bezahlbare Mobilität
Das Bündnis nennt konkrete Bedingungen für die Umsetzung eines Sozialtickets in Rheinland-Pfalz. So soll die Einführung flächendeckend und einheitlich sein sowie die Nutzung aller Verkehrsmittel des ÖPNV beinhalten. Das Ticket soll diskriminierungsfrei sein – das heißt, inhaltlich und optisch einer normalen Fahrkarte gleichen. Die Betroffe-nen müssen es unbürokratisch ohne großen Aufwand erhalten können. Außerdem setzt sich das Bündnis für eine umweltfreundliche Lösung ein. Michael Carl, Stellvertretender Landesvorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz und Bündnismitglied verdeutlicht: „Nur ein Öffentlicher Personennahverkehr, der auch finanziell allen Menschen offensteht, ist attraktiv und leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.“


Dem Bündnis „Mobilität für alle! Ein Sozialticket für Rheinland-Pfalz“ gehören an:

AWO Bezirksverband Pfalz, BUND Rheinland-Pfalz, DGB Rheinland-Pfalz, Deutscher Kinder-schutzbund Rheinland-Pfalz, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), LAG Selbst-hilfe Behinderter Rheinland-Pfalz, LIGA der freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz, Linke Hilfe Mainz, Mainzer Initiative gegen Hartz IV, der PARITÄTISCHE Rheinland-Pfalz/Saarland, SoVD Rheinland-Pfalz/Saarland, Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, Verkehrsclub Deutschland (VCD), ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz/Saarland.

zurück