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3 Jahre Tagesklinik Schwerpunkt dementielle Erkrankungen in Mainz

Vor fast genau drei Jahren - am 10.10.2014 - wurde die Tagesklinik Schwerpunkt dementielle Erkrankungen in Mainz eröffnet. Hierbei handelt es sich um ein bundesweit bislang einmaliges tagesklinisches Angebot für Menschen mit einer Demenz.

Am heutigen Freitag wurde dieser feierliche Anlass dazu genutzt, das Konzept dieses Modellprojektes und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, durch Herrn Prof. Dr. med. Andreas Fellgiebel vorzustellen. Hierzu liegen erste Daten über die Effektivität einer tagesklinischen Behandlung von Menschen mit Demenz vor.

Herr Staatssekretär David Langner, Herr Michael Hamm (Landesgeschäftsführer des Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland), sowie Frau Dr. Kay-Maria Müller (Ärztliche Leiterin der medizinischen Abteilung der GPS) begrüßten zuvor die geladenen Gäste und verwiesen auf die hervorragende und wichtige Arbeit der Tagesklinik.
„ Als wir die Tagesklinik errichtet haben, haben wir ein Stück Neuland betreten: verbunden mit einer guten Idee, viel Motivation, aber auch Risiken und Unwägbarkeiten. Heute freue ich mich, dass wir klar feststellen können, dass wir genau die richtige Entscheidung getroffen haben.“, so Michael Hamm, Landesgeschäftsführer des Paritätischen.

Die ärztliche Leiterin der medizinischen Abteilung der GPS, Frau Dr. Kay-Maria Müller, wies darauf hin, dass die demographisch bedingte Zunahme der neurodegenerativen Demenzerkrankungen bei fehlender kurativer Therapie eine große Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem darstellt. In Deutschland leben derzeit etwa 1,5 Mio. Menschen mit demenziellen Erkrankungen, in RLP ca. 80.000.

Gesundheits- und Sozialstaatssekretär David Langner lobte: „Eine gute Versorgung und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen gehört damit zu den wichtigsten gesellschaftlichen und gesundheits- und sozialpolitischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Die Tagesklinik der GPS in Mainz-Bretzenheim ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Hier erfolgt im Anschluss an eine frühzeitige leitliniengerechte Diagnose der Einsatz von individuellen Therapien unter Einbeziehung der betreuenden Angehörigen.
Die Tagesklinik ist Teil der vorbildhaften Vernetzung von akutstationärer und ambulanter Versorgung, aber auch von Angeboten wie den Pflegestützpunkten und Sozialstationen. Ich freue mich, dass wir durch die finanzielle Unterstützung des Landes dazu beitragen konnten, dass diese drei Jahre bisher ein voller Erfolg im Sinne der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen waren“.

Herr Prof. Dr. med. Fellgiebel kam zu dem Ergebnis: „ Die Daten deuten insgesamt darauf hin, dass Patienten mit Demenz auch teilstationär effektiv behandelt werden können. Die Tagesklinik stellt eine wichtige Alternative zu stationären Aufenthalten dar. Um eine tagesklinische Behandlung von Patienten mit Demenz zu ermöglichen, sollten gerade jüngere, noch berufstätige Angehörige spezielle Unterstützungs- und Entlastungsangebote erhalten“.

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